Am 10. Juni fand im Herz- und Diabeteszentrum NRW das Symposium „Telemedizin in der Region Ostwestfalen-Lippe“ statt.
Zum Symposium hatte das Konsortium des Forschungsprojektes Westfälischer / Ostwestfälischer Telemedizinverbund eingeladen. Ziel war es, die im Projekt erarbeiteten Lösungen zur einrichtungsübergreifenden gemeinsamen telemedizinischen Versorgung von Patienten vorzustellen und Chancen und Herausforderungen für die Telemedizin in der Region OWL mit den Teilnehmern zu diskutieren. Unter der Konsortialführung des Instituts für angewandte Telemedizin (IFAT) haben die Projektpartner – Mühlenkreiskliniken, Klinikum Herford, Fachhochschule Dortmund und die Firmen Healthcare IT Solutions und com2health und weitere niedergelassene Praxen – hierfür ein ansprechendes Fachprogramm mit interessanten Vorträgen vorbereitet.
Die vorgestellten technischen Lösungen zur Fallakte und zum Versorgungsmanagement zeigten eindrucksvoll, dass eine sektorübergreifende Zusammenarbeit bereits heute technisch umsetzbar ist und die technischen Komponenten einfach zu bedienen sind. Darüber hinaus wurde aufgezeigt, wie Patienten über neue Sensorsysteme von einem Telemonitoring rund um die Uhr profitieren können.
In den lebhaften Diskussionen zu den Vorträgen wurde deutlich, dass die Themen Datenschutz und Vergütung telemedizinischer Leistungen noch nicht zufriedenstellend für alle Beteiligten geklärt sind. Zugleich herrschte Einigkeit darüber, dass Telemedizin in der zukünftigen Gesundheitsversorgung eine immer größere Rolle einnehmen wird, nicht zuletzt wegen des demografischen Wandels und den damit verbundenen Effekten.
Die Einbeziehung der niedergelassenen Ärzte in den Versorgungsprozess wurde als erfolgskritisch wahrgenommen – nur gemeinsam mit dem niedergelassenen Kollegen kann für jeden Patienten eine optimale medizinische Versorgung angeboten werden. Nun können gerade chronisch Kranke von der Expertise telemedizinischer Zentren profitieren. Die leitlinienkonforme Betreuung verschiedenster chronisch kranker Patienten (wie zum Beispiel Tumor-, Herzinsuffizienz- und Diabetespatienten) stellt die Hausärzte vor eine zeitliche Herausforderung. Durch vorbewertete Informationen, die ein Telemedizinzentrum entsprechend den Vorgaben des niedergelassenen Kollegen aufbereitet, kann der Hausarzt die Therapie sinnvoll anpassen und die Patienten besser führen. In einer Umfrage des IFAT mit seinen Patienten wurde deutlich, dass die Patienten sich durch die telemedizinische Betreuung im Alltag sicherer fühlen und auch kompetenter mit Ihrer Erkrankung umgehen. Durch Telemedizin kann die Versorgungsqualität insbesondere für Patienten mit multiplen Erkrankungen deutlich gesteigert werden. In der Region Ostwestfalen-Lippe, die sich in der Struktur von Ballungszentren unterscheidet und in der die Wege zu den entsprechenden Fachärzten immer länger werden, können telemedizinische Angebote ergänzend zur Betreuung durch die niedergelassenen Ärzte deutliche Mehrwerte erzeugen.
3 Antworten zu “Telemedizin in der Region Ostwestfalen-Lippe”
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